Auch in diesem Jahr fand wieder das gemeinsame Hexensuppenessen der MS-Selbsthilfegruppe und der AkeM-Gruppe statt.
Carin MatternWillkommen heut zum Hexenessen,
es freut mich, dass ihr nicht vergessen.
Seit 13 Jahren ist es jetzt schon Brauch,
so wie in diesem Jahre auch.
Schön, dass ihr alle da seid, denn das ist richtig.
Jeder Einzelne von euch ist wichtig.
Hier kommen auch nicht alle rein,
es muss schon jemand von der Gruppe sein.
Die Suppe heute ist ein reiner Schmaus,
nur kommt ihr vielleicht nicht lebend raus.
Aber vielleicht seid ihr danach auch alle wieder gesund und fit
und feiert auch im nächsten Jahr dann wieder mit.
Der Hexenkessel noch in der Küche steht,
aber ich verrat euch jetzt schon, worum es geht.
Gekocht wurde von Jenny, Peter und Carin.
Aber nur sie wissen, was ist drin.
Im Kochtopf da war schwer was los,
ich kann euch sagen, riechen tut es ganz famos.
Die meisten von euch wissen ja, so ist der Brauch,
nachhause geht es nur mit vollem Bauch.
Was kommt jetzt in die Suppe rein,
damit sie schmeckt besonders fein.
Auf die Zutaten kommt es an,
die man alle gut verrühren kann.
Rattenschwanz und Krötenauge,
dazu etwas Seifenlauge.
Das riecht schon etwas widerlich,
doch darüber spricht man nicht.
Dazu noch etwas Totenkraut,
das ist den Hexen sehr vetraut.
Ganz klein gehackt und nicht zu lang,
sonst wird vielleicht noch einer krank.
Dann etwas Schmalz und Hühnerbein,
die Zwiebel muss zertreten sein.
Mit Schwefelwein noch kräftig würzen,
doch dabei bloß nicht überstürzen.
Die Brühe kocht und brodelt bald,
noch ein paar Pilze aus dem Wald.
Wenn du dann schnüffelst die Gerüche,
plagen dich prompt Schweißausbrüche.
Nimmst du dann noch einen Bissen,
geht es dir vielleicht beschissen.
Doch erst wenn der Top ist leer,
dann kommt Kaffee und guter Nachtisch her.
Aber keine Angst, es wird euch allen gut bekommen,
denn ich habe nur frische Zutaten genommen.
Lasst es euch nun gut schmecken,
ihr werdet euch nachher die Finger lecken.
